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geotor

Historische Spurensuche im nördlichen Emsland

geotor ist eine geschlossene Web-App mit Android-Begleiter für die historische Spurensuche im nördlichen Emsland. Sie richtet sich an einen kleinen Kreis von Leuten aus Papenburg, Aschendorf und dem Emsland, die alte Wege, verschwundene Höfe, Fehnkanäle, Bodenzeichen und Spuren des 20. Jahrhunderts lesen wollen. Ein Konto entsteht nur über einen Einmal-Freischaltcode.

Geschlossen, mit FreischaltcodeProjektseite ↗
geotor: Karte für historische Spurensuche im Emsland

Worum es geht

Regionale Heimatforschung stützt sich auf Quellen, die weit auseinanderliegen: offene Geodaten, historische Karten, Bodenkarten, Denkmallisten, Fundchroniken. Im Gelände hat man sie normalerweise nicht beisammen, im Funkloch gar nicht. Dazu kommt, dass jede Angabe unterschiedlich gut belegt ist und dass Schutzzonen und Rechtslage kein Beiwerk sind, sondern der Rahmen, in dem so eine Suche überhaupt stattfinden darf.

Was die App macht

geotor legt diese Quellen als schaltbare Ebenen übereinander. Jeder Ort trägt Epoche, Belegstufe (belegt, wahrscheinlich, vermutet), einen Text mit Quellenbezug und einen Quell-Link; Regler mischen Epochen und Belegstufen, ein Jahresregler von 1700 bis 1950 blendet Orte ein, sobald ihre Zeit kommt. Voreingestellte Ansichten fassen sinnvolle Kombinationen zusammen, etwa Luftbild mit Relief-Lupe für die Grabensuche oder Denkmal- und Schutzflächen mit Flurgrenzen für den Check vor dem Betreten. Draußen zeigt ein Umkreis von 100 Metern bis 3 Kilometern, was in Laufweite liegt, eine GPS-Suchspur hält fest, welche Bahnen schon abgesucht sind, und Marker mit bis zu drei Fotos dokumentieren Funde. Schutzzonen sind immer sichtbar und nicht abschaltbar, und ohne bestätigte Kenntnisnahme der Genehmigungs- und Meldepflicht nach niedersächsischem Denkmalschutzgesetz öffnet sich die Karte nicht.

Technik

  • Das Backend ist ein PHP-Skript mit SQLite-Datenbank auf einem eigenen Server; ein Konto entsteht nur über einen Einmal-Freischaltcode.
  • Die Karte läuft mit MapLibre GL, die Kacheln liegen auf demselben Server; zur Laufzeit lädt die Seite nichts von Dritten.
  • Dreizehn Kartenebenen: Luftbild, Relief, historische Karten aus mehreren Jahrhunderten, Bodenkarten, Denkmal- und Schutzflächen sowie Flurgrenzen.
  • Das 3D-Gelände stammt aus dem amtlichen Höhenmodell; beim Kippen stehen rund 318.000 amtliche 3D-Gebäude mit echten Höhen und Dachformen auf der Karte.
  • Die Ortsdaten werden per Skript aus offenen Geodaten und Quellen zusammengeführt; jeder Ort trägt Belegstufe und Quell-Link.
  • Die Suche findet Orte, Straßennamen, Ortschaften und eigene wie freigegebene Marker und versteht direkt eingegebene Koordinaten, ohne dafür einen Geocoding-Dienst zu fragen.
  • Als PWA lässt sich die Karte offline speichern, wahlweise als Grundpaket oder in Auswahl bis zum Gesamtpaket.
  • Die Android-App ist eine Flutter-Hülle um dieselbe Seite, mit GPS-Durchreiche, Kamera-Upload und Selbst-Update über den eigenen Server.
  • Monatlich erzeugt ein automatischer Ablauf Vermutungen zu möglichen Fundorten, die als Kuppeln auf der Karte erscheinen und im Folgemonat geprüft werden; Vermutungen in Schutzflächen sind ausdrücklich nur zum Anschauen.

Daten und Betrieb

Gespeichert werden der gewählte Name, ein Passwort-Hash, der Zeitpunkt der Anmeldung, der eingelöste Freischaltcode, die letzte Nutzung, dazu die Bestätigung der Rechtshinweise mit Zeitpunkt und Textversion. Ein Marker enthält Koordinate, Genauigkeit, Titel, Notiz, Kategorie, Zeitpunkt und Sichtbarkeit; private Marker sieht nur das eigene Konto, öffentliche sehen alle Mitglieder. Fotos werden auf dem Gerät verkleinert und dabei von allen Metadaten einschließlich GPS befreit und werden nur an Berechtigte ausgeliefert. Der Standort wird erst nach ausdrücklicher Freigabe abgefragt, bleibt auf dem Gerät und verlässt es nur mit einem gespeicherten Marker. Es gibt keine Fremddienste zur Laufzeit, kein Tracking, keine Werbung und keine Verarbeitung außerhalb der EU; der Server steht bei IONOS in Deutschland. Konto und Marker werden auf Wunsch vollständig gelöscht, die eigenen Marker lassen sich als GPX exportieren.

Verlauf

  1. 2026Aufbau ab August 2026.
  2. 2026Kurz darauf kamen die Android-App, die amtlichen 3D-Gebäude, das Fundtypen-Archiv und die GPS-Suchspur dazu.

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