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Belana
Sichere Lern- und Freizeit-App für Kinder
Belana ist eine Lern- und Freizeit-App für Kinder samt zugehöriger Eltern-App Family Hub. Gedacht ist sie für Familien, die Bildschirmzeit an Lesen, Lernen und Unternehmungen außerhalb des Bildschirms koppeln wollen. Seit dem 8. Juli 2026 läuft sie in einer geschlossenen Beta für Familien aus dem Emsland.

Worum es geht
Kinder-Apps verdienen meist an Werbung, In-App-Käufen oder Nutzungsdaten, und die Belohnung fürs Spielen ist wieder Spielen. Belana dreht das um: Punkte gibt es für ein gelesenes Buchkapitel, einen Lexikon-Artikel, den Check-in in der Bücherei oder drei Minuten Zähneputzen, ausgegeben werden sie für große Spiele, Ausflüge und eigene Wünsche. Die zweite Vorgabe betraf die Daten. Wo die Daten eines Kindes liegen, sollte nicht davon abhängen, welchen Cloud-Anbieter eine App zufällig gewählt hat.
Was die App macht
Das Kind bekommt eine geschlossene Umgebung ohne Werbung und ohne Links nach draußen, mit Kinderlexikon, Bücherei und Hörbüchern, Spielen, Natur-Bingo, Schnitzeljagden und einem Schrittzähler. Jede Funktion ist ein Plugin, und was die Eltern nicht freischalten, taucht beim Kind gar nicht erst auf. Im Family Hub koppeln Eltern das Gerät des Kindes per QR-Code, bestätigen Freundschaften (nötig ist das Ja beider Elternteile), geben YouTube-Kanäle und Mediathek-Sendungen frei und bekommen einen Wochenbericht darüber, was tatsächlich passiert ist. Die Punktwerte stehen offen in der App: Lernvideo 10 Punkte, Quiz 15, Buchkapitel 25, Check-in je nach Ort 10 bis 50, ein großes 3D-Spiel oder ein Ausflug kostet 300.
Technik
- Belana besteht aus zwei Flutter-Apps für Android: Belana auf dem Gerät des Kindes und Family Hub auf dem Gerät der Eltern.
- Das Backend ist in Python mit FastAPI geschrieben und in rund 20 Feature-Module aufgeteilt, die einzeln freigeschaltet werden.
- Als Datenbank läuft PostgreSQL.
- Alle Punktwerte und Tageslimits rechnet der Server, nicht die App.
- Kind- und Elterngerät werden über einen QR-Code gekoppelt, ein Kindprofil entsteht nur zusammen mit einem Elternkonto.
- Klexikon-Artikel, Wikimedia-Bilder und gemeinfreie Texte aus dem Project Gutenberg holt der Server und reicht sie weiter, sodass das Kindgerät diese Dienste nicht direkt aufruft.
- Chat-Nachrichten liegen verschlüsselt in der Datenbank, Passwörter nur als Hash.
- Für Chat- und Spieleinladungen hält die App eine eigene Live-Verbindung zum Server, ohne Push-Dienst von Google oder Apple.
- Die Kinder-App funktioniert auch offline, gesammelte Punkte werden später gutgeschrieben.
- Die Apps werden außerhalb des Play Store verteilt, auch in Fassungen für ältere Geräte.
Daten und Betrieb
Alle Daten liegen auf einem selbst betriebenen vServer in Deutschland, das Rechenzentrum stellt IONOS. Kinder nutzen ein Pseudonym und eine Avatar-Nummer; nie erhoben werden Klarname, Geburtsdatum, Adresse, GPS-Standort, Fotos, Sprach- oder Videoaufnahmen und Werbe-IDs. Chat-Nachrichten löschen sich nach 30 Tagen, Punkte-Ereignisse und QR-Check-ins nach 90 Tagen. Die Spracherkennung der Vorlese-Übung läuft auf dem Gerät, es wird nichts aufgenommen oder hochgeladen; die Kamera dient nur der Live-Vorschau beim QR-Scan und beim Zähneputzen. Vom Schrittzähler geht ausschließlich die Tages-Schrittzahl an den Server, keine Wege und keine Standorte. Es gibt kein Analytics, keine Werbung, keine Drittanbieter-Cookies und keine Weitergabe an Dritte. Die einzige Verbindung nach draußen entsteht beim Abspielen eines von den Eltern freigeschalteten YouTube-Kanals; ohne Videowiedergabe wird Google nicht kontaktiert.
Verlauf
- 2026Erste Beta am 8. Juli 2026.
- 2026Im Juli 2026 kamen Mehrspieler-Einladungen und Familien-Chat, Schulklassen-Steuerung für Mathe, Quiz und Vokabeln sowie Uhrzeit-Lernen und Freizeitpark dazu.